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Die Anschaffung eines Fernsehers ist recht kompliziert geworden. Eine fast unübersehbare Menge von Kriterien gilt es zu beachten. Sicher ist, wer einen Fernseher kaufen möchte, hat die Qual der Wahl.
Neben Technologie und Ausstattungsdetails gilt es auch die eignen Präferenzen beim Fernsehen zu berücksichtigen. Von der kleinen Unterhaltung unterwegs bis zum großen Kinoerlebnis zu Hause reicht die Bandbreite des möglichen Fernseherlebnisses.
Unzählige Versionen mit wiederum unzähligen Ausstattungsdetails stehen zur Auswahl. Groß, klein, schmal, breit, tief, flach, analog oder digital. Deswegen macht es Sinn bei der Wahl nach dem richtigen Gerät per Ausschlussverfahren vorzugehen.
Eine gewisse Vorauswahl anhand objektiver Kriterien, wie z.B. das Budget und der zur Verfügung stehende Platz ist sicherlich keine schlechte Idee.
Zunächst einmal steht die Entscheidung an, was für eine Art von Fernseher angeschafft werden soll. Es gibt verschiedene Technolgien, die alle ihre eignenen Vor- und Nachteile haben. Man unterscheidet zwischen Röhrenfernsehern, LCD-Fernsehern, Plasma-Fernsehern und Rückprojektionsgeräten.
Weil Röhrenfernseher bald nicht mehr angeboten werden, stellen Sie heutzutage eigentlich keine wirkliche Alternative mehr da, es sei denn man benötigt ein günstiges, qualitativ hochwertiges Gerät für die Übergangszeit bis zur kompletten Verfügbarkeit des digitalen Fernsehens. Plasmafernseher zeigen Bilder mit besonders hohen Kontrastwerten, bei denen auch Schwarz richtig schwarz ist. Sie eignen sich deshalb vorzüglich fürs Heimkino und nicht allzu helle Räume. Allerdings haben Geräte mit dieser Technologie oft noch lästige Lüfter eingebaut und haben dadurch eine relativ hohe Geräuschentwicklung.
LCD-Fernseher brauchen keine Lüfter (Achtung, manche Hersteller verzichten trotzdem nicht darauf!) und erreichen auch zu bezahlbaren Preisen die Maximalauflösung von 1920 x 1080 Punkten. Die früher oft mäßigen Kontrastwerte konnten die LCD-TV-Hersteller inzwischen deutlich verbessern, und auch die Reaktionszeiten der Flüssigkristalle liegen heute in Bereichen, wo Bewegungen nicht mehr verschmieren müssen. Dazu tragen neue Technologien bei.
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| Kaufkriterien |
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Bildschirmdiagonale
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Die richtige Größe hängt vom verfügbaren Platz ab. Unter verfügbarem Platz versteht man sowohl den Platz, den der Fernseher benötigt, als auch den zu erwartenden Abstand der Zuschauer vom Fernseher. LCD Geräte bieten auch kleinere Bildschirmgrößen, die als Zweitgeräte eingesetzt werden können. Das in Europa verfügbare Modellangebot reicht zur Zeit von 13 bis 45-Zoll-Geräten. Die größte Modellauswahl findet man zwischen 23 und 37 Zoll. Die ideale Display-Diagonale hängt wie bei herkömmlichen Fernsehern auch vom Einsatzzweck und von den örtlichen Gegebenheiten ab
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Auflösung
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Unter der Auflösung versteht man die Anzahl der Bildpunkte (Pixel). Je größer das LCD-Panel ist, desto mehr fällt die Auflösung ins Gewicht. Grundsätzlich kann man sagen, je höher die Auflösung ist, desto kürzer kann der Betrachtungsabstand sein. Stimmt die Auflösung des Bildmaterials mit der physikalischen Auflösung des LCD-Panels nicht überein, rechnet ein im Fernsehgerät integrierter Scaler die Auflösung entweder hoch oder herunter. Je stärker skaliert werden muß, um so größer ist die Gefahr, dass das Bild unscharf wird oder die Konturen an Motivkanten ausfransen.
Während man bisher vor allem das Vorhandensein (oder Fehlen) des „HD ready“-Logos bei der Kaufentscheidung berücksichtigen musste, ändern die Super-DVDs nach dem Blu-ray-Standard und die Spielkonsolen Xbox 360 und Playstation 3 die Bedingungen. Wer Filme oder Spiele in Zukunft mit allen verfügbaren Details genießen will, der muss auf dem Gerät seiner Wahl Bilder mit 1920 x 1080 Punkten darstellen können („Full HD“). Das „HD ready“-Logo allein garantiert das nicht, es verspricht lediglich eine Mindestauflösung von 720 Zeilen. Im Vergleich zum Full-HD-Bild mit 1080 Zeilen gehen da eine Menge Details verloren.
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HD-ready
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Achten Sie darauf, daß das Gerät mindestens das HD-ready Zeichen enthält, auf gar keinen Fall zu verwechseln mit HD-kompatibel. Das HD-ready-Zeichen dürfen Hersteller nur verwenden, wenn insgesamt vier Bedingungen erfüllt sind:
Auflösung
Das Gerät muss eine Auflösung von mindestens 720 Zeilen und 1 280 Spalten im Seitenverhältnis 16:9 darstellen können.
Eingänge
Der Fernseher oder Beamer muss über einen analogen YUV-Eingang (3-facher Cinch-Stecker) und einen digitalen DVI- oder einen digitalen HDMI-Eingang verfügen.
Formate
Geräte mit HD-ready-Logo müssen folgende zwei Formate wiedergeben können: 1 280 x 720 Pixel mit 50 und 60 Vollbildwechseln (progressives Verfahren) pro Sekunde; 1 920 x 1 080 Pixeln mit 50 und 60 Halbbildwechseln pro Sekunde (Interlaced-Verfahren).
Kopierschutz
Alle digitalen Eingänge müssen den Kopierschutz HDCP unterstützen.
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Helligkeit
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Damit Farben kräftig und natürlich wirken und das Bild eine hohe Brillanz aufweist ist auch eine hohe hohe Leuchtkraft wichtig. Die Leuchtkraft misst man bei LCD-Displays in Candela. Ein Candela entspricht der Leuchtkraft einer Kerze auf einen Quadratmeter. Für ein gutes Bild benötigt man mindestens 200 Candela, besser sogar 250 Candela oder mehr.
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Betrachtungswinkel
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Direkt vor einem LCD-Display bekommt man zwar normalerweise ein sehr gutes Bild zu sehen. Doch nimmt die Qualität ab, je weiter man sich zur Seite bewegt. Wer sich zu weit zur Seite bewegt, sieht unter Umständen gar kein Bild mehr. Deswegen wird bei LCD Fernsehern der Betrachtungswinkel mit angegeben. Wichtig wenn mehrere Personen gleichzeitig fernsehen sollen und die räumlichen Verhältnisse so gelagert sind, dass nicht alle Zuschauer frontal auf den Bildschirm blicken können.
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Bildaufbauzeit
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Die Reaktionszeit (Response Time) der Pixel wird in Millisekunden gemessen. Sie gibt die Zeitspanne an, in der das Flüssigkristall in den LCD-Zellen sich ausrichtet, um das Licht der Hintergrundbeleuchtung durchzulassen oder zu sperren. Bei schnelleren Kameraschwenks kann es bei der LCD-Technik immer mal wieder zum kurzzeitigem Ausfransen einzelner Bildteile kommen, ein Problem, das gelegentlich auch bei schnell über den Schirm laufendem Text wie beim Börsenticker oder Filmabspann auftritt. Eine kurze Reaktionszeit ist deswegen wünschenswert. 8 ms sind ein guter Wert, alles über 20ms wird mühsam, der Großteil der Geräte hat momentan eine Reaktionszeit von 12 bis 16 ms.
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Kontrastverhältnis
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Der Kontrastwert beschreibt das Leuchtverhältnis von schwarzen und weißen Pixeln. Je höher der Wert desto besser. Ein hoher Kontrastwert sorgt für brillante und farbenfrohe Bilder. Das Kontrastverhältnis von Plasmafernsehern liegt deutlich über dem von Röhrengeräten. Allerdings ist der Kontrastwert nicht unbedingt eine Kenngröße, die bei dem direkten Vergleich von Modellen herangezogen werden kann.
Die Ermittlung des Kontrastverhältnisses ist nicht genormt, deswegen obliegt dem Hersteller die Ermittlung des Wertes. Es kann hierbei zu starken Differenzen kommen, weil z.B. ein Hersteller das Kontrastverhältnis bei Tageslichtverhältnissen ermittelt und der andere in einem abgedunkeltem Raum.
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Ton
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Stereo-Ton gehört mittlerweile zum Standard. Darüber hinaus bieten einige Modelle Dolby Digital an. Wer allerdings hohe Ansprüche an den Sound stellt kommt an einer Heimkino Anlage nicht vorbei. Gerade bei LCD-Fernsehern müssen, aufgrund der lachen Bauweise, Abstriche bei den Lautsprechern gemacht werden. Satte tiefe Bässe sind kaum möglich. Integrierte Surround-Lösungen, (virtual sound) treiben den Preis des Fernsehers unnötig in die Höhe und bieten keine wirkliche Alternative zum Heimkino.
Neben den Lautsprechern benötigt man einen Dekoder, der den Ton entsprechend aufschlüsseln und verteilen kann. Wer keinen Dekoder besitzt und auch nicht anschaffen möchte, sollte darauf achten, dass der Fernseher über einen Dekoder verfügt.
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Anschlüsse
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Der Fernseher bietet heutzutage viele Möglichkeiten, die über die reine Grundfunktion des Fernsehens hinausgehen. Deswegen wird die Anzahl der Anschlüsse zum Betrieb externer Geräte zum wichtigen Kriterium.
Ausgehend von der Zahl und der Art der anzuschliessenden Geräte sollte der Fernseher über genügend Scart Anschlüsse verfügen. Videorekorder, DVD-Player oder -Brenner, Satellitenreceiver und auch Spielkonsole werden über diese angeschlossen.
Zwei Videoeingänge wären sinnvoll. Ein S-Videoeingang für den Anschluss einer Videokamera und der Garantie für beste Bildqualität. Der einfache Videoeingang zum Anschluss einer Digitalkamera mit entsprechendem TV-Ausgang aufnehmen. Damit wird die Diashow direkt von der Kamera wiedergeben.
Audioein- und -ausgänge erlauben die Aufnahme des Tons von der Videokamera oder die Ausgabe des Fernsehtons an die Surround-Anlage.
Wer fernsehen will ohne andere zu stören sollte auf einen Kopfhörerausgang achten.
Speziell die LCD-Fernseher bieten sich eventuell zum Anschluss an einen PC an und sollten sollten deshalb über einen DVI-Anschluss verfügen. Bild- und Videomaterial kann darüber rein digital und somit ohne Qualitätsverlust übertragen werden. Zur Einführung von HDTV, also hochauflösenden Fernsehens, wird diese Schnittstelle jedoch Voraussetzung sein, um das neue Fernsehformat überhaupt anzeigen zu können. Denn über Scart wird man HDTV-Signale nicht übertragen können. Der Grund: HDTV-Signale werden mit einem Kopierschutz versehen kann, den Scart-Anschlüsse nicht verarbeiten können. Wer vorhat viele externe Geräte an den Fernseher anzuschliessen, sollte neben der Anzahl auch auf die Lage der Anschlüsse achten, damit die Verkabelung nicht zur mühsamen Aufgabe wird.
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