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Reifen und Felgen kann man komplett erwerben oder einzeln. Es gilt gesetzliche Vorschriften einzuhalten, denn Reifen und Felgen müssen für den jeweiligen Autotyp zugelassen sein.
Wenn Sie neue Reifen für Ihr Fahrzeug kaufen möchten, gibt es einige Dinge zu beachten. Zunächst sollten Sie überlegen, welche Art von Reifen Sie brauchen. Dazu sollten Sie die für Ihr Fahrzeug zugelassene(n) Reifengröße(n) ermitteln. Um keine Probleme mit dem TÜV zu bekommen, sollten Sie normalerweise nur die laut Fahrzeugschein zugelassenen Reifengrößen verwenden. Reifen, die nicht im Fahrzeugschein genannt werden, müssen durch den TÜV abgenommen und in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden.
Was für die Reifen gilt, gilt auch für die Felgen. Es darf nur die für das jeweilige Fahrzeug laut Fahrzeugschein zugelassene Felgengrößen verwendet werden. Felgen, die nicht im Fahrzeugschein genannt werden, müssen durch den TÜV abgenommen und in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden.
Die Größe einer Felge wird durch die Felgenbreite und den Felgendurchmesser, die jeweils in Zoll gemessen werden, angegeben. Der Innendurchmesser eines Reifens ist immer identisch mit dem Durchmesser der dazugehörigen Felge. Auch die Lochanzahl und die Größe des Lochkreises sind wichtige Kriterien bei der Wahl der passenden Felgen.
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| Kaufkriterien |
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Reifentyp
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Es gibt verschiedenste Reifentypen für unterschiedliche Fahrsituationen. Der normale Wagen ist mit Straßenreifen unterwegs. Ein guter Straßenreifen bietet Komfort, Laufruhe, starke Bodenhaftung. Er bringt den Fahrer sicher durch Regen und Glätte und hat einen geringen Verschleiß.
Darüberhinaus gibt es Geländereifen, Rennsportreifen, Niederquerschnittsreifen (besonders flache Reifen) und Slicks. Wir beschäftigen uns hier jedoch mit Reifen, die auch Strassenzulassung haben.
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Sicherheitsreifen
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Zur Erhöhung der Fahrsicherheit bieten viele Reifenhersteller Sicherheitsreifen mit Notlaufeigenschaften an. Bei einer Reifenpanne kann damit noch eine eingeschränkte Distanz bei verminderter Geschwindigkeit (bis ca. 80 km/h ) gefahren werden. Das erspart bei einer Reifenpanne die Montage eines Ersatzrades. Diese Reifen haben meist eine verstärkte Seitenwand oder einen Stützring auf der Felge. Bei Verwendung von Sicherheitsreifen ist ein Reifendruckkontrollsystem zu installieren, damit man die Reifenpanne auch tatsächlich bemerkt.
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Runderneuerte Reifen
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Bei runderneuerten Reifen wird die Lauffläche von abgefahrenen Reifen entfernt und durch eine neue ersetzt. Runderneuerte Reifen sind dadurch deutlich billiger als neue Reifen, aber nicht unbedingt schlechter.
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Geschwindigkeitsindex
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Der Geschwindigkeitsindex ist auf der Seite eines Reifens eingeprägt und gibt an, wie schnell man mit dem betreffenden Reifen höchstens fahren darf. Bei Nichtbeachtung kann der Reifen Schaden nehmen und schneller platzen.
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Sommerreifen
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Sommerreifen haben eine härtere Gummimischung, die für Sommertemperaturen ausgelegt ist, denn sie sind für Straßenverhältnisse ohne Schnee und Eis ausgelegt. Die Gummimischung wird auch bei hohen Temperaturen nicht zu weich. Dies ermöglicht hohe Geschwindigkeiten und relativ geringe Abnutzung., d.h. gute Haftung und geringen Verschleiß.
Das Problem der Sommerreifen Sommerreifen besteht darin, daß sie auf der einen Seite einen möglichst geringen Rollwiderstand haben sollten auf der anderen Seite eine gute Haftung bei Nässe bieten müssen. Fällt die Temperatur unter einen bestimmten Wert, verschlechtern sich die Eigenschaften. Der Richtwert ist von Reifen zu Reifen verschieden. Man kann jedoch generell davon ausgehen, daß man bei Temperaturen unter 7 Grad Celsius mit Winterreifen besser fährt.
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Winterreifen
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Winterreifen sind für niedrige Temperaturverhältnisse konstruiert. Sie haben normalerweise mehr Profil als Sommerreifen und eine weichere Gummimischung. Diese ist unempfindlicher gegen Kälte und neigt bei Minustemperaturen weniger zur Verhärtung. Das ermöglicht eine bessere Kraftübertragung. Zusätzlich haben Winterreifen noch Lamellen ausgestattet. Diese sorgen für eine Verzahnung mit losem Untergrund (Schnee).
Steigt die Temperatur über einen bestimmten Wert, verschlechtern sich die Eigenschaften wie Haftung und Verschleiß. Aufgrund des tieferen Profils verursachen Winterreifen auch ein höheres Abrollgeräusch als Sommerreifen. Winterreifen sind mit dem M&S-Symbol (Matsch & Schnee) und einer stilisierten Schneeflocke gekennzeichnet. Im Gegensatz zu den meisten Sommerreifen sind Winterreifen in der Regel mit einer vorgegebenen Drehrichtung versehen, welche bei der Montage zu beachten ist.
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Ganzjahresreifen
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Ganzjahresreifen sind eine Kompromisslösung für alle, die kein Geld für zwei komplette Reifensätze ausgeben wollen. Sie können demgemäß gegenüber den Spezialreifen weder bei Haftung noch bei Verschleiß Optimalwerte bieten. Bei Schnee und Eis kommen sie nicht an die Eigenschaften von Winterreifen heran. Außerdem verbraucht man im Sommer mit Ganzjahresreifen aufgrund eines größeren Rollwiderstands mehr Sprit. Vereinzelt sind auch Ganzjahresreifen am Markt, die mit dem Schneeflockensymbol für hinreichende Wintertraktion gekennzeichnet sind.
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Maße
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Auf einem Reifen sind die Maße meist auf der Stirnfläche eingeprägt. Die Aufschrift "205 / 45 R 16 H" bedeutet z.B. daß der Reifen 205 Millimeter breit und 45 Millimeter hoch (von Felgenrand zu Lauffläche) ist, und einen Innendurchmesser von 16 Zoll hat. Dies ist auch gleichzeitig der Durchmesser der passenden Felge. Das "R" kennzeichnet die Bauweise des Reifens (hier: Radial) und das "H" zeigt die Höchstgeschwindigkeit für diesen Reifen an (hier 210 km/h).
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Felgen - Bauart
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Mehrteilige Felgen bestehen aus mehreren Metallteilen. Diese werden zusammengeschraubt. Zweiteilige Felgen zum Beispiel bestehen aus dem Felgenbett und dem Felgenkranz. Sie sind in der Regel schwerer und teurer. Bei mehrteiligen Felgen können einzelne Teile bei Bedarf (z.B. bei Beschädigung) ausgetauscht werden. Einteilige Felgen müssen immer als Ganzes ausgetauscht werden.
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Felgen - Maße
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Die Maße einer Felge werden in der Regel wie im folgendem Beispiel angegeben: 9Jx 16 H2 ET28, LK 5x100 Bedeutung: ·
- 9 = die Breite der Felge in Zoll, genannt "Maulweite" ·
- J = Die Form der Felgenhornausführung (hier: Form J, entspricht einer Höhe von 17,3 mm), ·
- x = bezeichnet eine einteilige Felge, wird als "mal" gesprochen, im Unterschied zum "-" (sprich "strich"), der eine mehrteilige Felge beschreibt ·
- 16 = Felgendurchmesser in Zoll ·
- H2 = Doppelhump (verhindert das Reifenabrutschen ins Tiefbett bei Kurvenfahrt) ·
- ET28 = Einpresstiefe ·
- LK 5x100 = Lochkreis
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Lochkreis (LK)
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Als Lochkreis bezeichnet man bei den Felgen den Durchmesser des Kreises, auf dem die Schraubenlöcher liegen. Der Wert wird in Millimeter und die Anzahl der Löcher angegeben. LK 4x100 bedeutet demgemäß, dass die Felge 4 Schraubenlöcher hat, die in einem Kreis mit einem Durchmesser von 100mm angeordnet sind.
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Felgen - Gewicht
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Das Gewicht der Felge hat einen geringen Einfluß auf die Straßenlage. Dies macht sich allerdings nur bei Sportwagen wirklich bemerkbar. Deswegen haben die meisten Sportwagen Alufelgen.
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Einpresstiefe (ET)
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Die Einpresstiefe wird in Millimetern gemessen und beschreibt bei den Felgen den Abstand zwischen der Felgenmitte und der inneren Auflagefläche der Felge auf der Radnabe.
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Felgendurchmesser
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Der Felgendurchmesser in Zoll kann als Maß für die Gesamtgröße der Felge angesehen werden. Je größer der Durchmesser, desto größer auch die Breite und desto größer auch das Gewicht.
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Breite
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Die Felgenbreite wird ebenfalls in Zoll angegeben werden. Häufig können auf ein und derselben Felge unterschiedlich breite Reifen aufgezogen werden.
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Stahlfelgen
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Stahlfelgen sind unempfindlicher als andere, ein Kratzer in einer Stahlfelge ist nicht so schlimm, außerdem sind Stahlfelgen nicht spröde, verbiegen sich darum eher als dass sie durchbrechen. Darum kann man Stahlfelgen auch bedenkenlos ohne Drehmomentschlüssel festschrauben. Stahlfelgen sind schwerer als Aluminium- oder Carbonfelgen. Im Vergleich zu Alufelgen sind sie eher schmucklos.
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Aluminiumfelgen
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Aluminiumfelgen sind leichter als Stahlfelgen. Sie werden normalerweise wegen ihrer schöneren Optik gekauft. Ausserdem gibt es bei den Alufelgen deutlich mehr Formen. Nachteile von Alufelgen sind der Preis und ihre Empfindlichkeit. Ein Kratzer fällt sofort auf und ist schlecht fürs Material, denn Kratzer beschädigen die Klarlackschicht über dem Aluminium, dadurch kann Regenwasser direkt mit dem Material in Berührung kommen. Das Aluminium beginnt zu korrodieren und zerstört die Felge auf Dauer. Hinzu kommt, dass man Korrosion bei Aluminium nicht so leicht erkennen kann, wie beispielsweise Rost beim Stahl. Außerdem ist Aluminium spröder als Stahl, deshalb besteht die Gefahr, dass Alufelgen durchbrechen wenn man zum Beispiel die Schrauben zu fest anzieht oder man mit sehr hoher Geschwindigkeit über einen Bordstein fährt.
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Radkappen
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Radkappen nimmt man um die meist unansehnlichen Stahlfelgen zu verdecken. Wer sich aus Kostengründen für Stahlfelgen entscheidet, hat mit Radkappen die Möglichkeit das Rad ein bischen "aufzupeppen".
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