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Kaufberater Elektrorasierer

Elektrorasierer

Elektrorasierer unterscheidet man zunächst nach Geräten mit Scherfolien und vibrierendem Klingenblock und Geräten mit rotierenden Scherköpfen. Neu auf dem Markt sind sogenannte Nass-Trocken-Rasierer welche die Vorteile von Nass- und Trockenrasur miteinander kombinieren. Ein integrierter Spender gibt auf Fingerdruck eine Emulsion frei, die ein ähnliches Rasiergefühl wie bei der Nassrasur erzeugt.

Das sehr umfangreiche Angebot an Elektro-Rasierern lässt sich auch nach Kaufpreis und Schertechnik in verschiedene Klassen einteilen: Günstige Batterierasierer (auch Pocket-Rasierer genannt). Diese Geräte verfügen über keinen Langhaarschneider, auch eine Tasche ist im Lieferumfang meist nicht enthalten. Solche Modelle eignen sich als Zweit-oder Ersatzgerät, sowie für Freizeitaktivitäten (etwa beim Bergwandern), wo es vor allem auf kleine Abmessungen und Gewicht ankommt.

Einfachrasierer der untersten Preisklasse.
Sie arbeiten nicht auf Batteriestrom, sondern mit Netzanschluss und teilweise auch schon mit Akku. Dadurch sind Rasierkomfort und Güte des Scher-Systems erheblich verbessert.

Mittelklassegeräte
In der Mittelklasse gibt es schon Geräte mit verfeinerter Rasiertechnik - nämlich mit Zweifach- oder Dreifach-Schersystemen. In dieser Preisklasse finden sich auch immer mehr der komfortablen Akkurasierer. Natürlich können die Akkugeräte wahlweise auch direkt am Stromnetz betrieben werden.

Oberklassegeräte
Geräte dieser Kategorie bieten darüber hinaus eine noch bessere Rasiertechnik mit aufwendigeren Mehrfach-Schersystemen, Konturenanpassung und meist auch leistungsfähigere Motoren mit höherer Drehzahl sowie höherwertige Akkus. Auch Aufhängung und Material von Scherblatt und -messern sind in dieser Klasse sehr hochwertig. Darüber hinaus gibt es Modelle mit automatischer Reinigungs- und Ladestation. Diese Option bietet neben der hygienischen Reinigung eine optimale Aufbewahrung für eine lange Lebensdauer.

Kaufkriterien

Rasiersystem

Elektrorasierer gibt es als Trockenrasierer oder als Naß-/Trockenrasierer. Die richtige Wahl hängt von den persönlichen Vorlieben und auch von der Verträglichkeit ab. Für potentielle Umsteiger von Nass- auf Trockenrasur kann das interessant sein. Mit elektrischen Naßrasieren kann man sich theoretisch auch unter der Dusche oder in der Badewanne rasieren, wenn man das möchte.

Schnittsystem

Das Schnittsystems bezeichnet die Anzahl und/oder Anordnung der Klingen.

Reinigung

Für einige Rasierermodelle gibt es auch Reinigungsstationen, in die der Rasierer nach Gebrauch eingesteckt wirden. Die Reinigung läuft dann automatisch. Neben der Grundreinigung wird der Rasierer desinfiziert und ein spezielles Schmiermittel, das der Reinigungsflüssigkeit beigegeben ist, sorgt dafür, dass die Klingen ihre Gleitfähigkeit erhalten.

In einigen Stationen wird der Rasierer gleichzeitig aufgeladen. Weil die Aufladefunktion nicht individuell abstellbar ist, kann sich das ständige Wiederaufladen während der Reinigung negativ auf die Lebensdauer der Akkus auswirken. Reiingungsstationen sind nicht unumstrittn, weil das Ergebnis teilweise zu wünschen übrig lässt. Bei manchen Stationen muss der Rasierer nach der Reinigung entnommen werden. Ausserdem nehmen solche Stationen Platz, Platz der nicht in jedem Badezimmerschrank vorhanden ist. Für die Reise sind sie damit auch nicht besonders gut geeignet.

Scherköpfe

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Systeme. Den vibrierenden Klingenkopf und die rotierenden Rundmesser, die meist in Dreiecksform zueinander angeordnet sind. Einige Rundmesser-Modelle haben zudem pro Scherkopf drei ineinander gelagerte Klingen. Das erhöht die Rasierfläche.

Keines der beiden Systeme kommt an die Gründlichkeit der Nassrasur heran. Welches System das bessere ist, ist weitgehend Geschmackssache. Klingenköpfen werden in der Regel als etwas hautschonender angesehen, Rundmesser punkten mit ihrem ruhigen Betrieb. Der Rasierer erhält durch mehrfach bewegliche Scherköpfe bzw. durch 3D-Konturenanpassung einen besseren Kontakt zur Haut. Problemzonen wie Kinn, Hals und Oberlippe lassen sich so leichter rasieren.

Beide Scherkopfsysteme können sich auch schwierigen Gesichtspartien wie Hals oder Kinn anpassen. Klingenköpfen schwingen zu diesem Zweck um ihrer eigene Achse, Rundmesser sind auf Federn gelagert und können sich dementsprechend nach innen drehen. Zusätzlich ist bei manchen Modellen noch einmal der ganze Rasierkopf flexibel gelagert.

Akku

Modelle mit Akku/Netz-Betrieb können sehr viel flexibler eingesetzt werden als reine Netzrasierer. Die meisten Rasierer sind mit Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet. Diese haben zwar eine kürzere Lebensdauer als NiMh-Akkus, sie können dafür aber ohne Probleme wieder aufgeladen werden, auch wenn der Akku noch nicht ganz leer ist. Die Akkus sollten austauschbar sein, sonst funktionniert der Rasierer nach einigen Jahren nur noch im Netzbetrieb. Die Aufladedauer beträgt in der Regel rund eine Stunde, eine Schnellladefunktion versorgt den Rasierer innerhalb von drei Minuten mit ausreichend Energie für eine Rasur. Manche Rasierer lassen sich nicht direkt mit der Steckdose verbinden, sondern laufen ausschließlich im Akku-Betrieb. Wenn sie leer sind, müssen sie in die Ladestation, das ist nicht besonders praktisch.

Lärmentwicklung

Bei der Lärmentwicklung ist heutzutage weniger das eigentliche Geräusch stören, denn moderne Rasiere machen längst nicht mehr so viel Krach wie ihre älteren Kollegen. Im Allgemeinen sind Betriebsgeräusch und Vibrationen bei den Modellen mit rotierenden Scherköpfen geringer als bei den Modellen mit Klingenkopf. Hochfrequente Töne können auch bei eigentlich leisen Modellen für ein unangenehmes Laufgeräusch sorgen.

Langhaarschneider

Der Langhaarschneider dient zum Trimmen und Stylen von Koteletten und Bärten.

Ergonomie

Der Rasierer sollte angenehm in der Hand liegen und bequem bedienbar sein, was die Anordnung der Kontroll- und Steuerelemente betrifft.

Spannungsanpassung

Die automatische Spannungs- und Frequenzanpassung (110/220V) ermöglichen einen unproblematischen Einsatz auf Reisen.

wasserdicht

Wasserdichte Geräte sind bequemer und besser zu reinigen, denn sie lassen sich problemlos unter fließendem Wasser reinigen.

Anzeigen

Vor allen Dingen die Ladekontroll- und Restkapazitätsanzeige sollte vorhanden sein, damit sichergestellt werden kann, daß dem Rasierer nicht mitten in der Rasur der Saft ausgeht.

Bewegliche Scherfolie

Bewegliche Scherfolien bewegen sich in hoher Frequenz entgegengesetzt zum Klingenkopf. Wie von einer Schere wird das Barthaar so noch besser erfasst und gründlich abgetrennt.

Schallmotor

Durch einen Schallmotor werden im Scherkopfs Schwingungen generiert und an die Haut weitergegeben um die Barthaare optimal aufzurichten.

Hautverträglichkeit

Trockenrasierer können, speziell bei geringer Hautvertraäglichkeit, sehr unangenehme Nebenwirkungen hervorrufen (Hautrötungen, Reizungen, Verletzungen). Abhilfe könne z.B.Rasierer mit eingebautem Pflegesystem bieten. Bei Rasieren mit eingebautem Pflegesystem wird durch eine im Rasierer befindliche Kartusche während der Rasur pflegende Lotion auf die Haut aufgetragen. Dies kann besonders für Männer mit empfindlicher Haut die Rasur deutlich angenehmer machen, führt aber auch zu höheren Folgekosten. Bei manchem Rasierer kann die Sensitivität der Rasur individuell eingestellt werden. Auch die Wahl des passenden Scherkopfsystems ist für hautempfindliche Benutzer wichtig, auch wenn sich keine allgemein gültige Aussage darüber treffen lässt, welches System grundsätzlich dem anderen vorzuziehen ist.

Zubehör

Rasierersets enthalten in der Regel allerlei Zubehör. Zur Standardausstattung gehören eine Reinigungsbürste und eine Schutzkappe für den Scherkopf. Feste Etuis schützen den Rasierer und stellen sicher, dass der Schalter sich nicht während des Transports ungewollt umlegt und der Rasier so womöglich seine ganze Akkuleistung verliert. Preiswertere Rasierer sind hingegen häufig nur - wenn überhaupt - mit einer dünnen Stofftasche ausgestattet.

USB-Rasierer

Für den gestresseten Manager, der erst im Büro zum Rasieren kommt, gibt es mittlerweile Rasierer, die eine Stromversorgung durch den USB-Ports eines Computers ermöglichen.