 |
Theoretisch wäre alles ganz einfach. CD in den Brenner schieben, Daten, Musik überspielen - fertig.
Leider ist das in der Praxis nicht immer so einfach. Auch bei einem relativ simplen Produkt wie dem CD-Rohling kann zu Problemen kommen. Deswegen macht es Sinn sich vor dem Kauf ein bisschen zu informieren um später Probleme, wie den Abbruch des Brennvorgangs, oder mangelnde Kompatibilität zwischen Brenner und CD zu vermeiden.
Auch den Preis sollte man als Kauf-Argument nicht immer an die erster Stelle setzen. Ein Billig-Rohling, der nicht verwendet werden kann oder Daten verliert und deswegen entsorgt werden muss ist auf Dauer ganz schön teuer.
|
| Kaufkriterien |
|
Format
|
CDs gibt es in den Formaten "R" und "RW"
Das "R" steht für recordable. Es handelt sich um CD's die nur einmal beschrieben werden können. Für Inhalte die nicht oder selten gelöscht werden, wie z.B. Musiksammlungen, Videofilme oder digitale Fotos reichen einmal beschreibbare CD's.
"RW" steht für re-write. Es handelt sich um wiederbeschreibbare CD's, die mehrmals verwendet werden können. Mehrfach lösch- und beschreibbare Rohlinge kosten einiges mehr, als nur einfach beschreibbare Medien. Für ein regelmässiges Backup ist es günstiger, wenn man stets den gleichen Rohling zurückgreifen kann. Eine normale CD kan bis zu tausend mal wieder beschrieben werden.
|
|
Kapazität
|
Für die Kapazität eines CD Rohlings gibt es zwei Maßeinheiten. Zum einen die Datenmenge, die auf eine CD passt. Diese wird Megabyte (mb) angegeben.
Zum zweiten die Zeiteinheit, d.h. die Anzahl der Minuten Musik, die auf die CD passen. Der Standard sind heute 700-Megabyte-CD's, auf die bis zu 80 Minuten Musik passen. Erhältlich sind auch Rohlinge, die 900 Megabyte, also etwa 100 Minuten Musik aufnehmen können, allerdings kommt nicht jede Hardware damit klar. Viele Brenner und einige Brenntools gestatten es ausserdem, die Maximallänge von Standardrohlingen durch so genanntes Überbrennen auszuweiten. Allerdings kann auch das Überbrennen zu Problemen mit einigen Wiedergabegeräten führen
|
|
Brenngeschwindigkeit
|
Je höher die Brenngeschwindigkeit, desto schneller kan die CD gebrannt werden. Die Brenngeschwindigkeit wir allerdings nicht von der CD, sondern vom Brenner vorgegeben. Bei der Wahl der richtigen CD sollte man sich an den Vorgaben des Brenners orientieren.
|
|
Verpackung
|
Die richtige Verpackung hängt vom Einsatzzweck der CD ab. CD's können folgendermassen verpackt sein :
Ein Jewelcase ist ein Plastikgehäuse, wie man es von Audio-CDs kennt. Das Jewelcase ist ideal für die Aufbewahrung einzelner CD's. Die CDs sind gut gegen Stöße und andere mechanische Einflüsse sowie vor Staub geschützt. Im zweiteiligen Gehäuse befindet sich ein weiterer Kunststoffeinsatz, auf dem der Rohling arretiert wird. Wenn viele CDs aufbewahrt werden müssen, wird viel Platz beansprucht.
Beim Slimcase handelt es sich ebenfalls ein robustes Gehäuse, allerdings nicht ganz so strapazierfähig wie das Jewelcase. Der Kunststoffeinsatz vom Jewelcase fehlt, der Rohling wird direkt auf der Innenseite des Gehäuses arretiert. Das Slimcase ist nur etwa halb so dick wie das Jewelcase und verbraucht somit weniger Platz im Regal. Ebenfalls zum Datenarchivieren geeignet.
Unter einem Softpack versteht man eine Kunststoff- oder Papierhülle, in welcher der Rohling steckt wie in einem Briefumschlag. Das Softpack bietet nahezu keinen Schutz gegen mechanische Einflüsse.
In einer Spindel sind die CDs nicht einzeln verpackt, sondern liegen direkt an einem Stab aufgereiht übereinander. Das Gesamtpaket aller Rohlinge befindet sich in einer gemeinsamen Verpackung. Die Rohlinge sind vollkommen ungeschützt. Sichere dauerhafte Lagerung ist nicht möglich. Die Rohlinge müssen in einem extra zu erwerbendem Etui oder Aufbewahrungsbox gelagert werden. Da dort die Datenfläche beständig mechanischer Reibung ausgesetzt ist, sollte man auf diesen CDs nur unsensible Daten lagern.
|
|
No Name oder Markenware
|
Besonders günstige Rohlinge tragen oft keinen Namen, weshalb man sie auch No-Name-Rohlinge nennt. Oft handelt es sich dabei um zweite Wahl. Wer solche Ware kauft, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es häufiger zu Ausfällen kommen kann. Daher sollte man No-Name-Rohlinge nur für absolut unsensible Daten einsetzen, zum Beispiel fürs Auto oder den CD-Walkman oder den kurzen Transport vom Büro bis nach Hause. Wichtige Daten sollten auf zuverlässige Rohlinge gebrannt werden.
|