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Ein Netzteil muss dafür sorgen, dass alle Komponenten immer genau den Strom bekommen, die sie benötigen. Das gilt für die Stromstärke und für die Spannung.
Der Strom aus der Steckdose muss für die einzelnen Bauteile in jeweils andere Ströme mit unterschiedlichen Spannungen umgewandelt (transformiert) werden.
Besonders leistungsfähige Netzteile können sogar Stromschwankungen ausgleichen und so den gesamten PC schützen. Stromschwankungen sind zwar nicht die Regel, können aber vorkommen und dann können Sie unangenehme Folgen haben.
Ein weiterer Grund sich Netzteile genauer anzusehen, ist der Geräuschpegel, den diese verursachen können. Netzteillüfter können eine einen ganz schönen Lärm entwickeln. Darüber hinaus steuern Netzteile auch die im Gehäuse verteilten Lüfter.
Gute Netzteil sorgen dafür, dass der Lüfter nur dann rotiert, wenn er auch wirklich gebraucht wird, das trägt erheblich zur Geräuschreduzierung bei.
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| Kaufkriterien |
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Leistung (W)
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Die benötigte Leistung ist ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl eines Netzteils. Weil das Netzteil den Strom im Gerät weiterverteilt, muss zunächst der Bedarf aller eingesetzten Komponenten ermittelt werden.
Bei der Leistungsangabe ist aber nicht die maximale Nennleistung entscheidend, sondern die so genannte kombinierte Leistung. Das Netzteil muss unterschiedliche Spannungen für die beteiligten Komponenten bereithalten. Bei der Berechnung der richtigen Leistung sollte eine gewisse Reserve eingerechnet werden, damit das Netzteil nich immeram Limit arbeitet. Andernfalls riskiert man Systemabstürze und vorzeitige Alterung.
Auch wenn man regelmäßig Komponenten austauscht kann es nichts schaden noch Reserven zu haben, weil moderne Grafikkarten und Prozessoren in Zukunft tendenziell mehr Strom benötigen. Für den Einsatz in normalen Bürorechnern reicht in der Regel ein Netzteil mit 300 Watt vollkommen aus. Höhere Anforderungen stellen sehr leistungsfähige Systeme, wie sie zum Beispiel Spieler benötigen. Besonders Grafikkarte und Prozessor brauchen sehr viel Leistung. 500 Watt sollten es für Gaming-PC's mindestens sein.
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Leistungsfähigkeit
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Der Wirkungsgrad gibt das Verhältnis zwischen Eingangs- und Ausgangsleistung an, also wie viel Strom das Netzteil von der aufgenommenen Menge weitergibt. Oftmals verpufft sehr viel Strom ungenutzt. Ein teures Netzteil mit hohem Wirkungsgrad kann auf Dauer zu geringeren Stromkosten führen.
Somit ist klar, daß man die Gesamtleistung sinnvollerweise in Verbindung mit dem Wirkungsgrad sehen sollte.
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Eingangsspannungsbereich
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Das Netzteil muss für den 220-Volt-Betrieb ausgelegt ist, andernfalls droht Schaden am Computer. Einige Netzteile haben einen Umschalter für 110-Volt- und 220-Volt-Betrieb. Besser sind Netzteile, die ohne Umschalten mit unterschiedlichen Spannungen zurechtkommen.
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Bauformat / Formfaktor
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Das Netzteil muss in das Gehäuse passen. Deswegen ist vor dem Kauf am Gehäuse der sogenannte Formfaktor zu prüfen.
Der gängigste Standard ist ATX. "ATX" (Advanced Technology Extended) ist ein Standard für die Gehäuseform und Bauart des PC. Er beschreibt in erster Linie die Größe der Hauptplatine und bestimmt damit den Aufbau des Computers.
Bei Netzteilen nach EPS12V-Standard handelt es sich um speziell für Server entwickelte Netzteile, die auf extreme Stabilität und hohe Zuverlässigkeit ausgelegt sind.
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Anschlüsse
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Das Netzteil versorgt mehrere PC-Komponenten mit Strom. Deswegen müssen genügend Anschlüsse vorhanden sein für Prozessor (einige Prozessoren benötigen eine eigene zusätzliche Stromversorgung), Laufwerke etc.
Ein Netzteil sollte neben den Anschlüssen für alle vorhandenen Geräte und auch noch Reserven besitzen, falls noch Geräte nachgerüstet werden. Besonders wichtig ist hier: S-ATA für Festplatten und andere Laufwerke. Besitzt ein Netzteil nicht alle geforderten Anschlüsse, lässt sich solch ein Engpass oft per Adapter umgehen. Idealerweise liegen solche dem Netzteil bei.
Wenn die verfügbaren Anschlüsse nicht per festmontiertem Kabel vom Netzteil hängen, sondern sich per Stecker an- und abstöpseln lassen, sorgt das für Ordnung und bessere Kühlung. Nichtgenutzte Kabel müssen nicht angeschlossen werden und weniger Kabel sorgen für bessere Luftzirkulation.
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Kühlung
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In der Regel werden Netzteile über einen Lüfter gekühlt. Bei passiv gekühlten Geräten wird die überschüssige Wärme durch geschickte Konstruktion und die Verwendung von Materialien mit guter Wärmeleitfähigkeit abgeführt. Dadurch arbeiten die Geräte nahezu lautlos.
Allerdings begrenzt eine solche passive Kühlleistung die maximale Leistungsfähigkeit. Netzteile, die höchsten Ansprüchen genügen sollen, gibt es in der Regel nicht mit passiver Kühlung. Ein passiv gekühltes Netzteil gibt einen Teil der Wärme ins Gehäuseinnere ab, das kann zu einer Überhitzung anderer Bauteile führen.
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Anzahl Lüfter
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Netzteil gibt es mit Lüfter (=aktives Netzteil) und ohne Lüfter (=passives Netzteil). Passive Netzteile verursachen keine Geräusche, anstatt des Lüfters verfügen Sie über Kühlkörper. Wärme wird über Löcher und Schlitze im Gehäuse abgeführt. Passive Netzteile bieten weniger Leistung als aktiv belüftete Geräte und eignen sich deswegen hauptsächlich für PC's, die keinen großen Belastungen ausgesetzt werden.
Für Gaming und Videobearbeitung sind passive Netzteile auf Dauer nicht geeignet. Ein Zwischenschritt zwischen aktiven und passiven Geräten sind Netzteile mit Lüftern, die nur bei entsprechender Belastung aktiv werden. Einige passive Netzteile können andere Lüfter im Gehäuse steuern, obwohl sie selbst ohne Lüfter auskommen. Indirekt wird durch ein kühleres PC-Gehäuse so auch das Netzteil gekühlt, allerdings weniger effektiv als dies ein interner Lüfter könnte. Beim Einsatz eines passiven Netzteils ist mit sehr hohen Gehäusetemperaturen rechen.
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Geräuschentwicklung
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Die Lüfter von Netzteilen können mitunter recht laut werden. Deswegen wurden Techniken entwickelt, die die Geräuschentwicklung reduzieren.
Einige Lüfter arbeiten temperaturgeregelt. Das bedeutet, bei geringer Wärmentwicklung drehen sie sehr langsam und werden schneller, je wärmer es wird. Handelt es sich zudem um besonders leise Lüfter, stört selbst bei voller Umdrehungsgeschwindigkeit kein lautes Surren.
Bei einigen Netzteilen kann man die Umdrehungsrehgeschwindigkeit der Lüfter per Hand direkt am Gerät einstellen. Das ist allerdings schlechter als eine temperaturgeregelte Lösung, weil hier die Gefahr besteht, dass der Lüfter stets zu schnell und damit zu laut dreht oder ungekehrt, so dass nicht genügend Luft zur Kühlung ins Gehäuse gelangt.
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Leistungsfaktor-Korrektur (PFC)
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Eine aktive oder passive Leistungsfaktorkorrektur (englisch Power Factor Correction oder Power Factor Compensation, abgekürzt LFK beziehungsweise PFC) ist ein spezieller Filter der eingesetzt wird, um den Anteil an störenden Oberschwingungen zu minimieren und den Leistungsfaktor möglichst nahe 1 zu bringen.
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MTBF
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Mean Time Between Failure. Damit wird die mittlere Zeitspanne zwischen zwei aufeinanderfolgenden Fehlern angegeben, womit diese Angabe als Maß für die Zuverlässigkeit von Geräten dient.
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USV
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Wer eine unabhängige Stromversorgung (USV) zum Schutz vor Stromausfall und Spannungsschwankungen einsetzt, sollte vor dem Aufrüsten auf ein kräftigeres Netzteil prüfen, ob der zu erwartende Gesamtverbrauch innerhalb des Leistungsbereichs der USV bleibt. Andernfalls würde diese wirkungslos werden.
Mehr Informationen zum Thema USV finden Sie in dieser Kaufberatung.
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Redundante Netzteile
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Eine Besonderheit stellen redundante Netzteile dar. Sie bestehen in Wahrheit aus zwei einzelnen Netzteilen, die in einem gemeinsamen Gehäuse arbeiten. Sie teilen sich die Last und arbeiten folglich beide jeweils mit halber Kraft. Fällt eines der Netzteile aus, übernimmt das andere dessen Arbeit, ohne das es zu einer Unterbrechung beim PC-Betrieb kommt. Der Austausch des defekten Netzteiles ist sogar bei laufendem System möglich. Solche Netzteile sind damit ideal für Server, die möglichst ohne Ausfälle in Betrieb sein sollen.
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