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Die TV Karte verwandelt den PC in einen zusätzlichen Fernseher und das Notebook in einen tragbaren Fernseher. Der PC kann sogar in eine komplette Home-Cinema-Anlage verwandelt werden, inklusive digitalem Videorekorder.
Mit der TV-Karte kann man während der Arbeit die Nachrichten verfolgen oder in der Arbeitspause die Lieblingsserie ansehen. Das Fernseh- oder Videobild des Tuners kann auch auf dem Fernseher betrachtet werden. Dazu muss man den PC im Wohnzimmer unterbringen, oder ein langes Kabel verlegen. Auf diese Weise kann man auch einen alten PC zu neuem Leben erwecken. Eine TV-Tunerkarte bietet also viele Vorteile.
Wer beruflich auf aktuelle Nachrichten oder Börsenkurse angewiesen ist, kann mit TV-Karte diese Informationen über den Bildschirm bekommen, ohne erst im Internet danach suchen zu müssen. Sollen die Informationen dann auch noch schriftlich weiterverarbeitet werden, kopiert man sie schnell und komfortabel aus dem Videotext. Das Fernsehbild kann dabei in einem kleinen Fenster oder sogar im Hintergrund ablaufen, so dass der Monitor weiter für die Arbeit zur Verfügung steht.
Mit geeigneter TV-Karte und der richtigen Software, leistet der PC mehr als normale VHS-Rekorder. Zu den grössten Vorteilen zählt eine bessere Bildqualität, die nahe an der DVD liegt und zeitversetztes Betrachten aufgenommener Sendungen gestattet. So genanntes Timeshifting ermöglicht, eine Aufnahme schon anzusehen, während diese noch nicht abgeschlossen ist. Man kann somit eine Sendung kurz mal unterbrechen, weil das Telefon klingelt, und anschliessend den Film fortsetzen oder eine Szene noch einmal anschauen und das sogar in Zeitlupe. Praktisch für Sportsendungen. Weiterer Vorteil: Werbeunterbrechungen gehören der Vergangenheit an, wenn man seinen Fernsehabend etwa 30 Minuten später beginnt und dann jeweils die lästigen Blöcke überspringt.
An viele TV-Karten kann man eine Videokamera oder einen -rekorder anschliessen und so kleine Filmausschnitte digitalisieren.Wahlweise kann man sich Standbilder vom Videobild oder vom Fernsehbild machen. TV-Tuner-Karten, die nach digitalem Standard arbeiten, sind meist auch in der Lage, Daten vom Satellit zu empfangen. Wer einen Internetanschluss über Satellit ins Auge fasst, der hat damit bereits geeignete Hardware für den Sateliten Fernseh Empfang. Viele TV-Karten erlauben den Anschluss einer Videokamera oder eines Videorekorders. Somit kann man kleine Filmausschnitte digitalisieren und beispielsweise in die Homepage einbauen oder per Mail verschicken. Auf diesem Wege kann man auch seine alten VHS-Bänder digitalisieren und anschließend auf DVD brennen. Auch Standbilder vom Videobild oder auch dem Fernsehbild lassen sich auf diese Weise erstellen.
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| Kaufkriterien |
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analog vs digital
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Das analoge Fernsehen ist auf dem Rückzug und wird im Jahre 2010 komplett abgeschaltet. Ab dann dürfen die Sender nur noch digital ausstrahlen. Deswegen findet man reine Analogtuner immer seltener.
Digitale Lösungen bieten sowieso das bessere Bild und eine größere Programmauswahl. Analoge Tuner machen deshalb eigentlich nur Sinn, wenn jemand digitale TV-Signale nicht empfangen kann. Sie sind sehr günstig zu bekommen und stellen relativ bescheidene Ansprüche an den verwendeten PC (es sei denn man möchte auch aufnehmen). Analoge TV-Karten zeigen sämtliche Programme, die die Antenne empfängt, an, meist sogar im Vollbildmodus. Auch Videotext ist i.d.R. möglich. Filme werden normalerweise im AVI-Format aufgezeichnet. Zeitversetztes Aufnehmen und Abspielen (Timeshifting) ist mit analogen TV-Karten aber nicht möglich. Analogtuner sind meist nur noch im Doppelpack mit Digitalempfänger erhältlich. Solche Hybrid-Tuner genannten Empfänger sind ideal, wenn man in einem Gebiet ohne Digitalempfang wohnt. Denn so lässt sich heute TV analog empfangen und nach erfolgtem Ausbau auf das Digitalformat schwenken. Auch für eine portable Lösung hat ein Hybrid-Tuner den Vorteil, unterwegs stets mindestens ein Signal einfangen zu können.
Wer die Wahl hat und auf Bildqualität und Programmvielfalt Wert legt, sollte das Fernsehsignal stets einen Satelliten beziehen. Sie garantieren die beste Bildqualität und die größte Auswahl an Programmen.
Nur ein wenig schlechter ist das Bild per Kabelanschluss. Das Senderangebot ist jedoch deutlich geringer. Gemeinsam ist diesen beiden Lösungen, dass sie sich ausschließlich für den stationären Empfang eignen.
Möchte man unterwegs am Notebook fernsehen, scheiden beide Möglichkeiten aus. An dritter Stelle der digitalen Lösungen steht der Antennenempfang per DVB-T. Hier ist von allen drei Lösungen die geringste Bildqualität und das kleinste Programmangebot zu erwarten. Das zur Verfügung stehende Frequenzband ist begrenzt, so dass die Signale stärker komprimiert werden müssen. Zudem passen maximal 30 Sender ins Band. In aller Regel sind zurzeit aber kaum mehr als 22 zu empfangen. Weiterhin leidet beim DVB-T der Empfang je weiter man vom nächsten Sendemast entfernt ist. Dem wirken viele Hersteller aber inzwischen mit einer Diversity genannten Technik entgegen. Dazu verwenden sie einfach zwei Tuner in einem Gehäuse und zwei Antennen gleichzeitig und mixen aus dem Empfangsergebnis das bestmögliche Signal zusammen. Allerdings hat man mit zwei Antennen auch doppelten Kabelsalat. Meistens lassen sich die Tuner aber auch getrennt voneinander verwenden, guter Empfang vorausgesetzt. Dann ließe sich über einen Tuner ein Programm gucken, während der zweite im Hintergrund eine andere Sendung aufzeichnet.
Um bei Satellitenempfang am PC die volle Kontrolle über die empfangbaren Sender zu haben, ist es nötig, einen direkten Zugang zum LNB zu haben. Sie benötigen also eine Mehrteilnehmeranlage. Alternative dazu ist das Aufteilen der vorhandenen Leitung in zwei Stränge mit Hilfe einer Weiche. Dann können Sie am PC aber nur empfangen, wenn auch der vorgeschaltete Satellitenreceiver eingeschaltet ist. Zudem ist die Programmauswahl auf die Kanäle reduziert, die auf dem gleichen Transponder gesendet werden wie der eingestellte Sender am Receiver. Kurz und gut: Nur direkter Draht zum Satelliten gestattet komfortablen Fernsehempfang am PC. Wer das Fernsehsignal über Kabel oder Antenne empfängt, hat dieses Problem nicht.
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Intern vs extern
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Externe TV-Tuner in Form eines USB-Sticks sind sehr populär geworden; denn Sie sind klein, leicht zu installieren, an mehreren PCs verwendbar und der PC mus nicht eingeschaltet sein.
Für den Einsatz am Notebook bieten sich PC-Cards, auch PCMCIA-Card oder Cardbus genannt, sowie dessen Nachfolger die ExpressCard an. Diese Versionen haben den Vorteil, dass sie nahezu komplett im Gehäuse verschwinden und damit nicht so weit abstehen, wie ein USB-Stick. Das sieht nicht nur besser aus, es verringert auch die Gefahr, versehentlich daran hängen zu bleiben.
Der größte Vorteil einer externen Lösung ist die Portabilität. Leicht lässt sich Box oder Stick vom Arbeits-PC mit zum Heim-PC nehmen oder dem Nachwuchs für die neueste Soap überlassen.
Eine Tunerbox für digitalen Antennenempfang kann man zudem dank USB-Kabel, etwas entfernter zum PC aufstellen, so dass man dadurch mehr Freiheit gewinnt, die dort angeschlossene Antenne ideal positionieren zu können.
Wenn man die Flexibilität der portablen Lösung nicht benötigt, kann man natürlich auch auf eine interne Karte zurückgreifen. Damit können auch ältere PC's ohne USB Anschluss zum TV-Gerät zu machen. Zudem klappt meist nur bei Verwendung einer internen Lösung der Aufbau eines Mediacenters mit entsprechendem Windows-Betriebssystem. Obendrein verschwindet eine PCI-Karte unsichtbar im Gehäuse. Dadurch bleibt ein USB-Port frei und es besteht keine Gefahr, am abstehenden Stick hängen zu bleiben.
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Auflösung
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Speziell die billigeren Karten arbeiten mit reduzierter Auflösung wie beispielsweise 384 mal 288 Bildpunkten und rechnen diese dann auf das PAL-Format hoch. Dem Bild fehlen dann aber drei Viertel der Information, so dass nur ein unscharfes und detailarmes Bild übrig bleibt. Solche Karten eignen sich eigentlich nur dafür, Fernsehen im Postkartenformat anzuzeigen.
Für ein gutes Bild sollte die Karte mit mindestens 704 mal 520 Punkten das Bild anzeigen und gegebenenfalls auch aufzeichnen können.
Optimal ist die Verarbeitung des PAL-Formats mit 768 mal 576 Bildpunkten.
Wer HDTV-Signale empfangen möchte, sollte auf eine entsprechend höhere Auflösung achten. Mindestgröße hier sind 1.280 mal 720 Bildpunkte (720p-Standard), für die volle Auflösung muss die Karte 1.920 mal 1.080 Punkte (1.080i-Standard oder FullHD) darstellen können. Wichtig jedoch: Der Tuner sollte diese Auflösungen tatsächlich erbringen können. Rechnete er das Bild nur entsprechend hoch, würde das die Bildqualität kaum steigern.
Ein PC-Monitor bietet in der Regel eine vom TV-Gerät abweichende Auflösung. Möchte man die beste Bildqualität erreichen, muss man das Fernsehbild in der gesendeten Originalauflösung betrachten. Auf dem PC bedeutet das: Man sieht das Bild in einem Fenster. Zwar können alle den Tunern beigelegten Programme die Fernsehbilder auch auf dem kompletten Monitor darstellen, doch müssen sie das Bild dazu aufblähen und die Qualität leidet.
Muss man den umgekehrten Weg einschlagen, das Bild also verkleinern, wird die Darstellung zwar nicht matschig, man büßt jedoch einige Details ein. Somit macht es auch wenig Sinn, ein HDTV-Signal auf einem Monitor anzuzeigen, der nicht die erforderliche Auflösung erreicht. So sind für ein natives Bild nach 720p-Standard mindestens ein 19-Zoller und nach 1.080i-Standard mindestens ein 24-Zoll-Display nötig.
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Anschlüsse und Ausstattung
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Die einfachsten TV-Tunerkarten können nichts Anderes als das Fernsehprogramm anzeigen und haben daher außer dem Anschluss für das Antennenkabel keine weiteren Eingänge.
Wer eine Videokamera oder den Rekorder anschließen möchte, braucht zusätzlich einen Videoeingang an der Karte. Einige Versionen bieten nur eine Cinch-Buchse, wohingegen bessere Versionen über einen S-Video-Eingang verfügen. Dieser bietet ein besseres Bild, da Farbe und Helligkeit getrennt übertragen werden, wodurch das Bild schärfer und kontrastreicher bleibt. Am besten für eine digitale Videokamera ist eine Firewire-Schnittstelle geeignet, da durch sie das Videomaterial verlustfrei in den Computer gelangt.
Möchten Sie das Fernsehbild am TV-Gerät ansehen, muss die Karte einen entsprechenden TV-Ausgang bieten. Hat sie den nicht, sollte die Grafikkarte am PC das übernehmen können. Für HDTV-Signale sollte diese am besten einen HDMI-Anschluss haben. Damit ist die Verkabelung nicht nur einfacher, diese Schnittstelle bietet auch höchste Bildqualität. Zudem kommt sie mit eventuell eingesetztem Kopierschutz der Signale zurecht.
Möchte man den PC als vollwertigen digitalen Videorekorder einsetzen, der zeitversetztes Aufnehmen und Abspielen ermöglicht, sollte man auf eine entsprechende Software im Lieferumfang des jeweiligen Tuners achten. Wer bereit ist, den PC ununterbrochen angeschaltet zu lassen, kann auch die Aufnahme programmieren. Das funktioniert entweder auf herkömmlichem Wege, wie auch vom Videorekorder bekannt oder mit Hilfe einer elektronischen Programmzeitschrift, kurz EPG (Electronic Program Guide). Das ist eine elektronische Fernsehzeitung, die neben dem Bild und dem Videotext übertragen wird. Dort findet man Informationen zum aktuellen Fernsehprogramm. Häufig kann man die Programmierung einer Sendung durch Auswahl im EPG veranlassen. Allerdings ist der EPG-Service nicht immer gratis. Manche Tuner bekommen die für EPG nötigen Informationen nur über das Internet. Ist man mit dem Notebook unterwegs und hat keine Möglichkeit, ins Internet zu gelangen, lässt sich der Service nicht nutzen. Man sollte somit genau die EPG-Vorraussetzungen des jeweiligen Herstellers studieren.
Möchte man eine frei verfügbare Software und nicht die mitgelieferte einsetzen, muss der Tuner einen BDA-Treiber (Broadcast Driver Architecture) besitzen. Das ist ein Universaltreiber, der Vorraussetzung für den Einsatz fremder Programme ist.
Eine Fernbedienung ist immer dann praktisch, wenn man nicht nur während der Arbeit nebenbei eine Sendung verfolgen möchte, sondern auch in Ruhe mit Abstand zum Gerät fernsieht. Besonders bei Verwendung einer Videorekorderfunktion ist die Bedienung per Fernbedienung deutlich komfortabler.
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Sound
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Einige Tuner liefern nur Monosound. Achten Sie daher darauf, dass der Tuner stereo abspielen kann. Wer gerne Raum füllenden Kinosound haben möchte, sollte zudem darauf achten, dass der TV-Tuner über einen Dekoder verfügt, der das Signal entsprechend aufbereiten kann.
Steckt im PC bereits eine Surround-fähige Soundkarte, braucht der TV-Tuner dieses Feature nicht. Wichtig ist in diesem Fall jedoch, dass er den Ton unverändert an die Soundkarte weitergibt. Andernfalls bliebe echter Surround-Sound unmöglich.
Fast alle Tuner verarbeiten neben dem Fernsehsignal auch Radiosignale. Wer möchte, kann also statt Fernsehen zu gucken auch einfach nur seinem Lieblingssender lauschen. Empfängt man die Signale über Satellit, ist man dabei nicht nur auf regionale Sender begrenzt, sondern kann Musik und Informationen aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland empfangen. Wer im Empfangsgebiet für digitales Radio nach DAB-Standard wohnt, kann zu einer Karte greifen, die dessen Empfang unterstützt und somit Radio mit fast HiFi-Qualität ermöglicht. Das Angebot an entsprechenden PC-Tunern ist allerdings recht klein.
Es gibt sogar reine Radiokarten, die sich nicht zum Fernsehen eignen. Wer daran interessiert ist, kann auch einige Euros sparen, denn entsprechende Karten kann man bereits für etwa zehn Euro bekommen.
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