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Kaufberater Webcam

Webcam

Die Frage nach der richtigen Webcam hängt sowohl vom geplanten Einsatzzweck, als auch von den technischen Vorraussetzungen (z.B. der Internetanbindung) ab.

Ist die Internetverbindung langsam, macht eine hochauflösende Kamera wenig Sinn, da eine schnelle Übertragung grosser Datenmengen bereits ausgeschlossen ist.

Webcams können auch als Überwachungskamera genutzt werden. Sie stellen damit eine preiswerte Alternative zu herkömmlichen Überwachungssystemen dar. Webcams können z.B so eingestellt werden, dass Sie nur Bilder schiessen, wenn sich im Bildausschnitt etwas verändert. Das spart Zeit (bei der Auswertung des Bildmaterials) und Geld.

Einige Modelle enthalten ihren eignen Webserver und benötigen somit keinen PC um eingefangene Bilder ins Internet übertragen zu können.

Kaufkriterien

Bildwandler

Die in der Webcam verwendeten Sensoren haben einen Einfluss auf die Bildqualität. Sie nehmen das Bild auf und digitalisieren es. Neben den gängigen CMOS-Sensoren (mit leichtem Hang zum Bildrauschen) werden inzwischen auch hochwertige CCD-Sensoren verwendet, wie sie auch bei Digitalkameras und digitalen Videokameras vorkommen. Wer auf sehr hohe Bildqualität Wert legt und auf der sicheren Seite sein möchte, sollte zu Webcams mit CCD-Sensor greifen.

Auflösung

Die richtige Auflösung hängt vom der geplanten Anwendung ab. Für eine Videoübertragung über das Internet wird sehr viel Bandbreite benötigt. Eine höhere Auflösung bedeutet deswegen, dass sehr viel mehr Daten übertragen werden müssen. Dies macht nur mit einer schnellen DSL Anbindung wirklich Sinn. Wer Videos oder Fotos für den Hausgebrauch aufzeichnet und detaillierte Filme bekommen möchte, der kann hohe Auflösung gebrauchen. Fotos benötigen besonders viel Bildinformationen. Wer den Schwerpunkt auf Fotos legt, der sollte auf eine hohe Auflösung achten, der ist allerdings bei einer Digitalkamera möglicherweise besser bedient.

Bildrate

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Bildfrequenz, gemessen in Frames-Per-Second (fps=Bilder pro Sekunde). Es ist allerdings auch hier zu berücksichtigen, dass die vorgegebenen Werte nur unter Idealbedingungen erreicht werden und dass bei einer Videokonferenz z.B. gute Bildfrequenzen durch langsame Internet Anschlüsse ausgebremst werden.

Einige Cams versuchen dieses Problem zu umgehen, indem Sie die Farbanzahl reduzieren und das Bild selbst bereits komprimieren, bevor sie es an den PC weiterleiten. Das führt zu einer deutlichen Verbesserung der Bildqualität. So kann man selbst bei Webcams, die über die langsame USB 1.1-Schnittstelle angeschlossen sind, mitunter bessere Bilder oder zumindest gleichgute Signale bekommen, wie bei Kameras mit fixeren Anschlüssen.

Anschlüsse und Betriebssystem

Die meisten Webcams arbeiten mit USB-Anschluss. Ein USB-Port nach 1.1-Standard ist in Ordnung, USB 2.0 oder Firewire Schnittstellen garantieren eine i.d.R. problemlose Anwendung auch bei sehr hohen Anforderungen an Bildqualität (wie z.B. bei Videokonferenzen über LAN). Beide Schnittstellen sind schnell genug, um unkomprimiertes Video in Fernsehbildqualität übers Netz zu brigen.

USB 2.0 und Firewire sind bei älteren PCs möglicherweise nicht vorhanden, können aber leicht und relativ preiswert per Erweiterungskarte nachgerüstet werden. Voraussetzung dafür ist allerdings ein modernes Betriebssystem. In unserem Preisvergleich können Sie die Webcams nach Betriebssystem vorsortieren und sicherstellen, dass die Kamera zu Ihrem Computer passt.

Mikrofon

Wenn Sie Ihre Kamera für Videokonferenzen nutzen wollen, benötigen Sie natürlich auch Ton. Sie können dabei auf Kameras mit Mikrofon zurückgreifen. Das Mikro im kleinen Gehäuse einer Webcam bietet natürlich keine HiFi-Qualität, doch für ein Telefongespräch reicht es allemal. Vermutlich fährt man insgesamt mit einem Headset allerdings besser.