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Kaufberater Badmintonschläger

Badmintonschläger

Die Wahl nach dem richtigen Badminton-Schlägers hängt ab vom Typ des Spiels und vom eigenen Können.

Die Schlägerkopfform kann klassisch oder isometrisch sein, erstere weist eine fast ovale, letztere eine oben abgeflachte Form mit gleich langen Längsseiten auf.

Im Handel anzutreffende Badmintonschläger sind nahezu alle besaitet. Qualitätsunterschiede lassen sich besonders bei Material, Gewicht, dem Balancepunkt und der Steifigkeit feststellen.

Weit verbreitete Grundstoffe sind Graphit und Graphit - Titanium - Kombinationen. Metall, beispielsweise Aluminium, ist auf Grund des höheren Schlägergewichtes rückläufig. Neuerdings findet auch Magnesium Anwendung, es soll das Gewicht verringern und die Stabilität des Badmintonschlägers erhöhen. Die Materialzusammensetzung beeinflusst das Schlägergewicht als auch den Preis. Das Schlägergewicht liegt etwa zwischen 85 und 120 g. Je leichtgewichtiger ein Schläger ist, desto tendenziell höher liegt der Verkaufspreis.
Für preisbewusste Einsteiger, die zunächst nur ihr Spielinteresse testen wollen, empfiehlt sich daher häufig ein preisgünstiger Metallschläger aus Aluminium.

Der so genannte "Sweet Spot" bezeichnet den optimalen Treffpunkt am Schlägerkopf, die Trefferfläche mit der geringsten Vibration und der bestmöglichen Ballbeschleunigung.

Kaufkriterien

Balance Punkt

Der Balance-Punk bezeichnet den Punkt am Schaft, bei dem der Badmintonschläger in der waagerechten Lage pendelt. Gemessen am Griffende liegt der Balance-Punkt bei bei ca. 300 mm.

Bei LONG-Schlägern liet er bei ca. 305 mm. Daraus ergeben sich verschiedene Schlägertypen. Beim "kopflastigen" Badminton-Schläger liegt der Balance-Punkt deutlich über 300 bzw. 305 mm. Er eignet sich gut für den offensiven Spieler. Mit diesem Schlägertyp erreicht man im Grundlinienspiel einen hohen Druck auf den Ball. Bei Drive und Smash-Abwehr erreicht dieser Schlägertyp keine Beschleunigung.

Der grifflastige Badminton-Schläger hat einen Balance-Punkt von deutlich unter 300bzw. 305 mm. Dadurch erreicht er bei ,,Handgelenkschlägen" eine sehr hohe Beschleunigung. Im Grundlinienspiel fehlt die entsprechende Masse um Druck auf den Ball zu bringen. Dieser Schläger eignet sich für den eher defensiven Spieler.

Als ,,ausgewogen" bezeichnet man einen Badmintonschläger, dessen Balance-Punkt bei ca. 300 mm bzw. 305 mm liegt. Diese Rackets eigene sich für Spieler mit, die das Allround Spiel bevorzugen.

Beschleunigung

Unter der Beschleunigung versteht man Absprunggeschwindigkeit des Balles. Hierfür entscheidend ist vor allem die Flexibilität und die Rückschnellkraft des Schlägerschaftes.

Flexpunkt

Der Flexpunkt ist der Punkt, an dem sich der Schlägerschaft während des Schlages biegt.

Ein tiefer Flexpunkt bringt hohe Beschleunigung und Power durch eine große Hebelwirkung.

Ein hoher Flexpunkt garantiert ein schnelles und kontrolliertes Zurückschnellen des Schlägers auch bei kurzen Ausholbewegungen. Das erhöht die Kontrolle.

Spielanlage

Der richtige Schläger ergibt sich aus dem Spielstil. Man kann grob unterscheiden zwischen : eher offensivem, eher defensivem, und allround Spiel.

Handling

Unter Handling verstehen man die Reaktion desch Schlägers auf die Bewegungen des Spielers. Im speziellen sagt das etwas darüber aus, wie schnell der Schläger den Bewegungsimpulsen in die beabsichtigte Schlagrichtung folgt.

Ein gutes Handling steht in engem Zusammenhang mit dem Balance-Punkt und dem Gewicht eines Schlägers.

Bespannung

Es gibt zwei Haupttypen von Bespannung, Naturdarm - und Kunststoffsaiten. Die Darmsaite ist gewöhnlich elastischer als die Kunstsaite und vermittelt dadurch mehr Ballgefühl, während die Kunstsaite ihren Vorteil in der längeren Haltbarkeit hat.

Allerdings werden heute durch den Einsatz neuester Technologien äußerst elastische und sehr haltbare Kunstsaiten angeboten. Darüber hinaus gelten dünne Saiten als elastischer als dicke, wohingegen dicke Saiten haltbarer sind.

Isometrisch

Einige Badmintonschläger sind im oberen Kopfbereich rechteckig. Das vergrößert den sogenannten Sweet-Spot (=Trefferbereich).

Der Schaft

Man unterscheidet zwischen dem harten und dem mittleren bis weichen Schaft.

Ein weicher Schaft schonend das Handgelenk; denn es kommt kaum zu Schaft-Vibrationen. Weil der Schaft beim Ballkontakt nachgibt wird nicht so viel Druck erzeut.

Ein harter Schaft hingegen erzeugt sehr viel Druck, speziell beim Smash. Im Gegenzug verringert sich allerdings das Ballgefühl.

Gewicht

Geringes Gewicht erlaubt schnelleres Spiel. Allzu leicht darf der Schläger allerdings nicht sein, weil sonst die nötige Schwungmasse fehlt.

Kontrolle

Der Schläger verfügt über eine gute Kontrolle, wenn das Material keinen Einfluss auf auf die Schlagrichtung nimmt. Gute Kontrolle bedeutet auch, daß der Schläger dem Spieler ein gutes Ballgefühl vermittelt.

Torsion

Torsion bedeutet die Steifigkeit des Rahmens im weiteren Sinne und bezieht sich eigentlich auf den gesamten Schläger. Enger gefasst, bezeichnet Torsion die Verdrehsteifigkeit zwischen Schlägergriff und Schaft.

Ein elastischer Schaft führt tendenziell zu einer hohen Ballbeschleunigung, hat aber den Nachteil, dass der Energieverlust mit steigender Elastizität auch ansteigt.

Hingegen reduziert ein relativ steifer Rahmen die Ballbeschleunigung, so dass der Spieler selber die Kraft aufbringen muss, um Tempo ins Spiel zu bringen. Je weniger sich der Schlägerkopf biegen lässt, desto präziser sind die Ballkontakte, insbesondere für Anfänger, die noch nicht über die erforderliche Technik und Ballkontrolle verfügen.