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Bevor Sie ein Fahrrad kaufen, sollten Sie zuerst überlegen, für welchen Zweck und zu welchen Gelegenheiten Sie das Fahrrad einsetzen wollen; denn Fahrräder gibt es für die unterschiedlichsten Zwecke und Bedürfnisse.
Es gilt grundsätzlich zwei Fragen vorab zu klären :
1. benötigen Sie Ihr Fahrrad für den Alltag, für die Fitness oder möchten Sie vielleicht sogar mit dem Fahrrad vereisen ?
2. Danach sollten Sie sich überlegen, in welchem Umfeld, sprich Gelände Sie sich überwiegend bewegen werden. Bleiben Sie auf der Straße, möchten Sie auch ein wenig durch Wald und Wiesen fahren oder wollen Sie sich in schwerem Gelände bewegen. Sobald dies klar ist ergibt sich fast automatisch das richtige Rad und Sie können sich auf die Suche nach der Ausstattung machen, die am Besten Ihren Bedürfnissen entspricht.
Eines noch vorweg. Das Fahrrad gehört mittlerweile zu den Produkten bei denen man mit ziemlicher Sicherheit behaupten kann, dass der Preis direkt auf die Produktqualität schließen lässt, d.h. in den wenigsten Fällen können billige Fahrräder auch den niedrigsten Ansprüchen genügen. Haben Sie also vor, Ihr Fahrrad regelmäßig zu nutzen, dann sollten Sie auf gute Ware setzen und bereit sein eventuell etwas tiefer in die Tasche zu greifen.
Man unterscheidet Fahrräder zwar nach wie vor nach der früher übliche Einteilung in Herren-Damen und Kinderfahrräder. Bei einigen Modellen, speziell im sportlichen Bereich, ist diese Aufteilung allerdings fliessend.
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| Kaufkriterien |
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Felgengröße
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Die Felgengröße wird in Zoll gemessen (1 Zoll = 2,54 cm). Sie ist vor allem bei Kinderrädern ein wichtiger Massstab.
- 12 Zoll Räder sind für Kinder mit einer Körpergröße von 70 bis 90 cm.
- 16 Zoll sind für Kinder mit einer Körpergröße von 90 bis 120 cm.
- 20 Zoll sind für Kinder mit Körpergröße 120 bis 150 cm.
- 24 Zoll für Jugendliche und Erwachsene mit Innensaum 85 bis 90 cm.
- 26 Zoll sind für Jugendliche und Erwachsene mit Innensaum 90 cm und mehr.
Die richtige Felgengröße hängt allerdings auch vom Rad ab. Mountainbikes z.B. haben i.d.R. kleinere Räder.
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Rahmenhöhe
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Je ambitionnierter der Fahrer ist, desto wichtiger ist die Anpassung des Rades an die Körpermasse. Dies gilt besonders für die Rahmenhöhe. Die Rahmenhöhe muss der Körpergröße angepasst werden und ist vom Fahrradtyp abhängig.
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Schaltung
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Man unterscheidet zwischen Nabenschaltung und Kettenschaltung.
Die Nabenschaltung ist wartungsärmer und hat eine Rücktrittbremse. Deswegen ist Sie für den Alltagsgebrauch besser geeignet.
Kettenschaltungen bieten sich dann eher für sportlich oder als Reiserad genutzte Räder an. Sie bieten auf der einen Seite eine breite und feine Übersetzung und gute Bergtauglichkeit, andererseits verlangen sie als offenes System viel Pflege und unterliegen einem erhöhten Verschleiß.
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Gänge
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Die Anzahl der Gänge ist nicht unbedingt aussagekräftig. Von 27 Gängen, die ein Rad theoretisch zur Verfügung hat, sind einige nahezu identisch, einige sollte man nicht benutzen, weil die Kette zu schräg läuft und sie deshalb zu verschleißträchtig sind. Von 27 Schaltmöglichkeiten bleiben dann vielleicht 15 oder 16 tatsächlich nutzbare Gänge übrig.
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Übersetzung
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Wichtiger als die Anzahl der Gänge sind der kleinste und der größte Gang.
Der kleinsten Gang bestimmt, wie sehr man sich am Berg abquälen muss. Das Mass dafür ist die sogen. Übersetzung. Eine Übersetzung von 1:1,3 bedeutet, daß das Laufrad mit einer Kurbelumdrehung 1,3 Umdrehungen macht.
Daneben gibt es den Messwert der Entfaltung. Bei einer Entfaltung von 6,8 m legt das Rad bei einer Kurbelumdrehung 6,8 m zurück.
Der Unterschied zwischen einer 7-Gang- und einer 27-Gang-Schaltung liegt aber nicht nur in den möglichen Extremen, sondern auch in der Abstufung dazwischen. Wer sein Rad sportlich oder auf Langstrecken einsetzt wird auf viele unterschiedliche Gegebenheiten treffen und sollte Wert auf eine feine Abstufung (d.h. Gangvielfalt) legen.
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Federung
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Die Federung erhöht den Komfort und die Fahrsicherheit. Nachteil der Federung sind zusätzliches Gewicht und zusätzliche Teile, die gewartet und gepflegt werden müssen. Gute Federungen lassen sich auf Fahrergewicht und Wegebeschaffenheit einstellen.
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Bremsen
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Man unterscheidet zwischen Bremsen, die in die Nabe integriert sind (Rücktrittbremse, Rollenbremse oder Trommelbremse), Felgenbremsen (V-Braker, Seitenzugbremsen) und Scheibenbremsen. Meist werden sie per Seilzug betätigt, alternativ kann dies auch hydraulisch geschehen.
Bremsen, die in die Nabe integriert sind, haben keine Probleme mit der Witterung, bei schwer beladenen Rädern oder wenn schnell gefahren wird sind sie allerdings unterlegen. Ausserdem eignen sie sich nicht für längere Bergab-Fahrten, weil sie bei Dauerbremsung leicht überhitzen. Deswegen gehört diese Bremsenart eher zu den Alltagsrädern.
Sportlich ambitionierte Fahrer sollten sich jedoch lieber eine Felgen- oder eine Scheibenbremse zulegen. Die Seitenzugbremse findet man nur noch bei Rennrädern. Dort können die Bremsschenkel aufgrund der schmalen Reifen und der fehlenden Schutzbleche kurz gehalten werden. Das sorgt für die nötige Bremswirkung. Felgenbremsen haben grundsätzlich bei Nässe eine geringere Bremswirkung als bei Trockenheit. Bei guten Bremsen ist der Unterschied jedoch sehr klein.
Alle Felgenbremsen haben im Gegensatz zu den Scheibenbremsen den Nachteil, dass nicht nur die Bremsbeläge verschleißen, sondern auch die Felgen. Bremsscheiben halten sehr lange. Hydraulische Bremsen übertragen die Bremskraft nicht durch einen Seilzug, sondern durch einen Ölschlauch. Das hat mehrere Vorteile. Erstens gibt es keine Leistungsverluste die Reibung des Bremsseils. Ausserdem haben den Vorteil, daß sie ohne Seilzüge auskommen, welche reißen oder rosten können.
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