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Kaufberater Rucksack

Rucksack

Der Rucksack ist ein Behälter, meist aus Kunststoff, den man am Rücken trägt und der den Transport von Gegenständen ermöglicht. Ob zum Wandern, auf großer Fahrt oder zur Himalaya Expedition, der Rucksack muss immer dabei sein.

Er besteht aus Stoff, Kunststoff oder Leder, und wird an Gurten auf dem Rücken getragen.

Je nach Qualität, Einsatzgebiet und den Präferenzen des Trägers kann die Ausstattung der Rucksäcke variieren.

Es gibt sie in verschiedenen Variationen. Vom Kinderrucksack übers Daypack, den Fahrradrucksack, das Tourenmodell, speziell für Marathonläufer, kofferähnliche Rucksäcke. Es gibt einfache Modelle zum Trekken und High-Tech-Teile für Expeditionen mit Innen- oder Außengestell.

Um sich eine Übersicht zu verschaffen, ist es hilfreich, sie nach Größe oder Einsatzbereich zu sortieren, wobei die Zuordnung in der Praxis natürlich variabel bleibt, denn Fahrradrucksäcke können sich ebenso zum Wandern eignen.

Kaufkriterien

Größe

Rucksäcke sollten auf die Körpergröße abgestimmt sein, das ermöglicht ein angenehmes Tragen.

Neben der reinen Körpergröße sind auch Hüftumfang und Schulterbreite zu berücksichtigen. Einige Rucksäcke sind in der Rückenlänge verstellbar und lassen sich so genau auf die Körpergröße abstimmen.

- kurz (= 40 - 49 cm)
- mittel (= 48 - 59 cm)
- lang (= 58 - 69 cm)

(gemessen wird von der Oberkante der Schulterblätter bis zur Oberkante des Beckenknochens).

Fassungsvermögen

Hersteller von Rucksäcken geben das Fassungsvermögen meist in Litern an. Es richtet sich, (neben der Größe wie oben besprochen) auch nach dem Einsatzzweck.

Wanderrucksäcke haben in der Regel ein Volumen von 30 bis 120 Litern. Die richtige Größe hängt, neben der Größe des Trägers, auch von dem zu erwartenden Inhalt, d.h. den zu transportierenden Gütern ab. Kleinere Rucksäcke sind angenehmer zu tragen als größere. Je nachdem wie viel transportiert werden soll, empfiehlt sich vielleicht ein etwas kleinerer Rucksack als ein großer.

Den Rucksack ausschließlich nach dem Volumen des Packsacks zu wählen, ist falsch, die Größe ist lediglich ein Richtmaß.

Tragekomfort

Die meisten Wanderrucksäcke haben als Rückenauflage eine Schaumpolsterung, die direkt am Rücken anliegt. Die Last liegt so weit wie möglich am Rücken, das ist die optimale Position für schwere Last. Die Belüftung des Rückens ist schlechter, so dass man eher schwitzt als bei Rucksäcken mit Rahmen und Netzrücken.

Bei Rucksäcken mit einem Rahmen (meist aus Aluminium) und einem darüber gespannten Netz, wird ein konstanter Abstand zwischen Rücken und Rucksack gewährleistet. Damit schwitzt man weniger, da Luft den Rücken besser erreichen kann. Die Last ist allerdings vom Rücken weiter entfernt als beim Rucksack ohne Netzrücken, so dass diese vergleichsweise schwerer zu tragen ist.

Der Brustgurt sorgt dafür, dass die Schultergurte in Position bleiben und nicht verrutschen.

In der Regel lassen sich große Rucksäcke über seitliche Gurte im Volumen verkleinern, so dass die Last näher am Rücke liegt.

Ausstattung

Rucksäcke mit Seitenbeladung lassen sich sowohl von oben als auch von der Seite beladen. Das ist praktisch, da so die schweren Gegenstände besser da positioniert werden können, wo sie optimalerweise liegen sollten, nämlich möglichst nah am Rücken, in der Vertikale mittig.

In der Regel verfügen alle Wanderrucksäcke über einen Hüftgurt. Das ist auch wichtig, denn die Hauptlast soll bei einem Wanderrucksack vom Hüftgurt getragen werden und nicht auf den Schultern lasten. Der Hüftgurt muss passen. Er muss die Hüfte und nicht den Bauch umschließen.

Manche (besonders technische) Rucksäcke verfügen über extra Gerätehalterungen, wie Halterungen für Navigationsgeräte, Pickel, Skistöcke und anderes technisches Equipment.

Manche Rucksäcke verfügen über ein Trinksystem. Das besteht entweder aus im Rucksack integrierten Wasserbehältern und einem Schlauch, der zum Mund führt oder aus einer Halterung für separate Wasserbehälter.

Praktisch ist eine integrierte Regenhülle, die bei Regen komplett über den Rucksack gezogen werden kann. Am besten sollte die Regenhülle abnehmbar sein, so dass man sie zum Trocknen aufhängen kann.

Eine separate Dokumententasche ermöglicht das Aufbewahren und den schnellen Zugriff auf Dokumente, wie Karten, Pässe oder Ausweise.

Rucks'cke sollten sich in der Höhe verstellen lassen, was praktisch ist, weil so zum Beispiel Isomatten oder Decken zwischen Rucksack und Deckel eingeklemmt werden können oder - je nach Wunsch - das innere Volumen des Rucksacks vergrößert wird. Viele Wanderrucksäcke verfügen über ein Deckelfach, in dem man kleine Gegenstände verstauen kann, die schnell erreichbar sein sollen.

Ebenfalls sehr praktisch ist die Bodentasche, die separat befüllt werden kann. Dort können Dinge verstaut werden, die man öfter und schneller erreichen muss. Außentaschen erlauben das schnelle Erreichen von kleinen Gegenständen.

Manche Trekking- oder Kofferrucksäcke verfügen über einen abnehmbaren Tagesrucksack, den man abtrennen und als separaten Rucksack tragen kann, wenn man zum Beispiel eine Tagestour macht und nicht den großen, schwer bepackten, Rucksack mitnehmen möchte.

Gewicht

Je weiniger Eigengewicht der Rucksack hat, umso besser.

Geräthalterung

Technische Rucksäcke sollten über eine Gerätehalterungen verfügen, an der Equipment (Navigationsgeräte, Pickel, Skistöcke etc.) festgemacht werden kann.