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Kaufberater Schlafsack

Schlafsack

Ob zum Camping oder bei der Expedition im Himalaya. Wer im Freien übernachtet, braucht einen Schlafsack.

Schlafsäcke ersetzen Bettdecke, Kopfkissen und Unterbett. Wer nicht auf der blanken Erde übernachten möchte nutzt ihn in Verbindung mit Isomatten oder Luftmatratzen als Schlafunterlage.

Beim Schlafsack handelt es sich um eine Hülle, in die man sich zum Schlafen begibt und die um den Körper herum geschlossen wird.

Je nach Modell wird dabei der Körper, machmal auch der Kopf bedeckt. Er besteht entweder aus einfachem Leinen, aus Baumwolle, aus Vliesstoffen oder Seide/Kunstseide und ist oft zur Wärmeisolation mit Kunstfasern oder Daunen gefüttert.

Es gibt ihn in verschieden Formen und mit verschieden Öffnungen.

Kaufkriterien

Packmaß

Das Packmaß gibt an wieviel Platz (in cm) der zusammengerollte Schlafsack einnimmt. Modelle mit sehr niedrigem Packmaß sind meistens etwas teurer und eignen sich für Reisende die sehr auf den Platz achten müssen, wie Rucksacktouristen oder auf Rad- oder Motorradtourer.

Gewicht

Das Gewicht ist immer dann wichtig, wenn man den Rucksack selber tragen muss. Es hängt von Größe und Material des Schlafsacks ab.

Futtermaterial

Als Fütterungsmaterial kommen entweder Kunstfasern oder Daunen zum Einsatz. Kunstfaserschlafsäcke besitzen eine extrem hohe Wärmeisolierung. Ihr Hauptvorteil liegt in ihrer Feuchtigkeitsresistenz. Sie sind robust, preisgünstig und antiallergisch. Dafür haben sie ein höheres Gewicht und auch ein höheres Packmaß.

Die Wärmeisolierung von Daunenschlafsäcken hängt vom Daunenanteil ab. Je höher der Daunenanteil, desto besser die Isolierung. Neben dem Daunenanteil spielt auch die Qualität der Daunen eine Rolle. Als Richtgröße dient hier die sogenannte Fillpower. Eine Hohe Fillpower garantiert einen gut isolierten Schlafsack. Daunenschlafsäcke müssen unbedingt vor Nässe geschützt werden. Die Pluspunkte des Daunenschlafsacks sind das geringe Gewicht, das Packmaß und der Schlafkomfort.

Formen

Schlafsäcke gibt es in zwei Hauptformen. Man unterscheidet Schlafsäcke mit Deckenform und Schlafsäcke in Mumienform. Unter Mumienform versteht man einen sehr eng anliegenden Schlafsack. Gerade wenn es sehr kalt ist eignet sich diese Form, weil sie die Körperwärme besser speichert. Wer sich im Mumienschlafsack nicht wohl fühlt, der greift besser zu einem weiter geschnittenen Modell in Deckenform. Diese Schlafsäcke haben einen deutlich höheren Schlafkomfort, sind aber leider nicht so warm.

Eine Mischung aus beiden Formen ist die Ei-Form. Hierbei handelt es sich um einen Mumien-Schlafsack der nach oben hin weiter wird. Auch der richtige Kapuzenschnitt sollte bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden, da gerade im Kopfbereich die Gefahr entweichender Wärme sehr groß ist. Eine gut geschnittene Kapuze kann diese Verluste zumindest einschränken.

Temperaturbereich

Normale Allround-Schlafsäcke haben einen Komfort-Temperaturbereich von etwa -5 bis -15 Grad Celsius. Schlafsäcke deren Komfort-Temperaturbereich nur bis um die 0 Grad Celsius reicht, sind nur für warme Sommernächte zu gebrauchen und sollten keinesfalls für Reisen in kühle Gebiete benutzt werden. Winterschlafsäcke mit Komfort-Temperaturbereichen bis zu  -40 Grad Celsius sind für normale Zwecke ebenfalls untauglich. In ihnen wird es einfach zu warm.

Oberflächenmaterial

Je nach Verwendungszweck gibt es Schlafsäcke aus Polyester, Baumwolle, verschiedenen Nylonkombinationen oder Seide. Das Außenmaterial ist mehr oder weniger Geschmackssache.

Verarbeitung

Der Reißverschluss sollte leicht bedienbar sein und nicht klemmen. Eine über dem Verschluss angebrachte Abdeckleiste ungewünschten Wärmeverlust verhindern. Schlafsäcke für Expeditionen inextrem kalte Gebiete haben oft überhaupt keinen Reißverschluss. Praktisch ist es wenn sich zwei Schlafsäcke verbinden lassen. So kann innerhalb des Systems die Temperatur nochmals erhöht werden.