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Kaufberater Tischtennisschläger

Tischtennisschläger

Der Tischtennisschläger besteht aus einem Griffholz, auf dessen Schlagflächen Beläge geklebt werden.

Die Qualität hängt von den Komponenten Holz und Belag ab, wobei bei offiziellen Wettkämpfen nur Schläger benutzt werden, deren Belag-Material vom Tischtennis-Weltverband ITTF zugelassen ist.

Die Wahl des richtigen Schlägers hängt von der Spielweise des Spielers ab. Der Schläger muss die eigene Spielweise wirkungsvoll unterstützten.

Man kann den Schläger entweder komplett kaufen, oder man erwirbt Holz und Belag separat. In nicht-spezialisierten Sportgeschäften bekommt man normalerweise Fertigschläger, d.h. komplette Schläger, bei denen das Holz bereits mit zwei Belägen beklebt ist. Vereinsspieler stellen Ihre Schläger meist individuell zusammen.

Kaufkriterien

Griff

Standardmäßig gibt es die Griffformen gerade, konkav, anatomisch und konisch.

Mit dem geraden Schlägergriff kann der Spieler während des Spiels am leichtesten variieren. Diese Griffform ist vor allem bei Defensiv-Spielern beliebt, da sich der Schläger in der Hand so leichter drehen lässt. Speziell, wenn man mit zwei verschiedenen Belägen für Vorhand und Rückhand arbeitet, kann durch Drehung der Belagsseite der Gegener überascht werden.

Ein anatomischer Griff weist ein gewelltes Profil auf und kann so in der Hand kaum verrutschen. Das verleit dem Spiel mehr Kontrolle, die allerdings etwas zu Lasten der Flexibilität geht.

Konkave und konische Griffe werden zum Ende hin dicker. Damit wird sichergestellt, daß der Schläger nicht nach vorne aus der Hand rutscht. Konkave, anatomische oder konische Griffe lassen sich am Griffende leichter fixieren. Damit wird der Griff lockerer und ermüdungsfreier. Offensivspieler verwenden daher gern diese Griffformen.

Die richtige Griffform muss durch Ausprobieren herausgefunden werden. Weil die Hände und das Spiel sehr individuell sind, neigen viele Spieler dazu ihren Schläger nach dem Kauf mit Feile und Sandpapier zu individualisieren.

Belag

Der Schlägerbelag bestimmt wieviel Rotation (spin) man dem Ball geben kann (das sogenannte "anschneiden") und mit welcher Geschwindigkeit (speed) man den Ball über die Platte donnert. Bei beidseitig belegten Schlägern, müssen die Beläge unterschiedliche Farben haben (rot & schwarz).

Die Schlägerbeläge kann man in zwei Gruppen einteilen: Noppen außen oder Noppen innen. Bei beiden Varianten muss der Belag zwischen 10 und 30 Noppen pro Quadratzentimeter haben.

Bei Noppen-außen-Belägen unterscheidet man grundsätzlich zwischen "kurzen" Noppen (Noppenlänge kleiner als ca. 0,9 mm) und "langen" Noppen (Noppenlänge von ca. 0,9 mm bis ca. 1,8 mm. Haben die Noppen eine Länge von ca. 0,9 mm bis 1,3mm so spricht man auch von mittellangen oder halblangen Noppen. Beläge mit kurzen Noppen erzeugen (auf Grund ihrer Fertigungs-Merkmale) wenig Spin, weil die Ballkontaktfläche gering gehalten ist. Damit sind sie gegen gegnerischen Spin ziemlich unempfindlich. Beläge mit langen Noppen werden nach anderen Maßgaben gefertigt, als die kurzen Noppen. Sie haben einen geringen Grip, sind unempfindlich gegenüber gegnerischen Spin. Beläge mit langen Noppen werden deswegen hauptsächlich von Defensiv-Spielern eingesetzt.

Die meisten Allround- und Offensiv-Spielern benutzen einen Belag mit Noppen innen. Mit den glatten aber sehr griffigen Gummibelägen können Spieler den Ball in Rotation versetzen (Top-Spin). Dicker Schwämme sorgen für mehr Tempo und Rotation, machen die Beläge aber auch anfälliger für gegenerischen Spin. Je nach Dicke des unterlegten Schwammes und nach Beschaffenheit der Oberfläche kann man Schnitt und Geschwindigkeit des Balles variieren, sie sind universell einsetzbar.

Offensivbeläge haben einen deutlich dickeren Schwamm und eine andere Gummioberfläche als Defensivbeläge. Anti-Topspin-Beläge verfügen über ein hartes, sprödes Obergummi mit sehr kurzen, kleinen Noppen (innen) und einen weichen, grobporigen Schwamm. Sie sind ziemlich spin- und tempo-unempfindlich und eignen sich vorzüglich zum Abwehren von Topspins und anderen Angriffsschlägen. Anti-Top-Spin Beläge können keinen eignen Spin erzeugen und werden ausschliesslich von Defensivspielrn eingesetzt. Dieser Belagtyp wird allerdings heute mehr und mehr von den langen Noppen verdrängt, weil diese insbesondere durch den "Flattereffekt" des Balles mehr Möglichkeiten bieten.

Holz

Das Schlägerholz besteht aus mehreren Schichten, die miteinander verklebt sind. Es können auch Schichten aus Kunststoff verwendet werden, aber das Schlägerholz muss mindestens zu laut Reglement 85% aus Holz bestehen.

Harte Holzarten wie z.B. Nussbaum, Mahagoni, Buche machen das Spiel schneller und eignen sich daher für Angriffsspieler, weiche Hölzer wie z.B. Weide, Birke oder Pappel dagegen werden von Defensivspielern bevorzugt. Es ist auch für den geübten und interessierten Spieler so gut wie unmöglich den richtigen Schläger anhand von Material und Zusammensetzung auszusuchen. Deswegen sollte man sich bei der Wahl des richtigen Schlägers nach den Herstellerangaben bezüglich der Eigenschaften richten. Hersteller vergeben Punktwerte für Kontrolle und Tempo.

Die Wahl des Holzes richtet sich also nach dem eigenen Spiel-Stil. Offensivspiele setzen auf ein Holz mit hohem Tempowert. Defensivere Spieler brauchen in erster Linie hohe Kontroll-Werte.